© anngret priehn 2003 - 2011   Soldat im Treptower Park in Berlin Hier vollendete ich das Gedicht “Am Grab eines unbekannten Soldaten”. Ich denke, es hat nach wie vor seine Gültigkeit angesichts der Kriege in der Welt Grab eines unbekannten Soldaten                          (2008)  Anngret Priehn Soldat, zum Kampf in die Ferne gesandt, wo Krieg und Feuer so viel Leben verbrannt, liegst lang´ schon in Erde, die blutgetränkt, erfährst nie, ob dein Tod einst anderen Freiheit geschenkt. Soldat, es ist still hier und doch so beredt, weil Erinnerung sanft über Grabhügel weht. Du hast gekämpft für eine bessere Welt, dein Leben in den Dienst der Menschheit gestellt. Die Natur hat über dich ihren Mantel gebreitet, hat Pflanzen und Tieren neue Heimat bereitet. Dies Land, das dir fremd ist und doch allen gehört, darf kein Krieg mehr heimsuchen, der alles zerstört. Noch nicht vergessen sind Leid und Tränen, da Menschen sich wieder allmächtig wähnen, werden Freunde zu Feinden, die droh´n mit dem Tod, und auf´s Neue färbt sich die Erde rot. Friede soll herrschen erdenweit, dies zu erreichen, sei jeder bereit, niemand dulde Gewalt oder Menschennot, es war sinnlos sonst, Soldat, dein Tod.